Mobilität

Mobilität – Beweglichkeit, soziale, berufliche und räumliche Beweglichkeit wie der Duden präzisierend umschreibt – ist scheinbar zu einem Grundzug unserer Gesellschaft, ja unseres Daseins geworden.

Seine räumliche Beweglichkeit war wohl eine der Fähigkeiten, die es dem Menschen erlaubte so erfolgreich die Welt zu erobern. Zwar hat er sich vom nomadisierenden Jäger und Sammler zum sesshaften Ackerbauern entwickelt, aber beweglich ist der Mensch dennoch geblieben, wie beispielsweise die weltweiten Feldzüge von Alexander oder Dschingis Kahn, die Völkerwanderung oder die „Entdeckung“ Amerikas beweisen. Mit der Mechanisierung in Europa haben dann die Eisenbahn und später das Auto vor allem die individuelle Mobilität und das Transportwesen revolutioniert und zu einer starken Beschleunigung geführt.

Ressourcenverknappung oder deren Erschließung waren der eigentliche Auslöser für die großen Völkerwanderungen und Entdeckungen. Inzwischen stoßen wir als Menschen erneut an unsere Grenzen – diesmal sind es die Grenzen des Globus. Bedauerlicherweise lassen sich heute keine neuen Kontinente mehr ausfindig machen. Und der Klimawandel setzt eine zusätzliche Grenze in Bezug auf die Erschließung und den Verbrauch fossiler Energiequellen.

Hier könnte eine andere Facette der Mobilität einen Ausweg bieten, die geistige Beweglichkeit!

Dazu einige ausgewählte Fragen und Anstöße:

  • Ist zur Entdeckung fremder Kulturen der Flug auf die andere Seite der Erde die einzige Möglichkeit? Fremdes ist näher als man denkt!
    Schöpfungstipps der Erzdiözese Freiburg mit Mesner Hummel: ebfr.de/umwelt
    Hier insbesondere Tipp Nr. 83 „Abenteuer Nachbarschaft“
  • Muss es für die Besuchsfahrt zu Tante Agathe oder für den Kindertransport zur Kita, zur Schule oder zum Sportverein immer das Auto sein? Es gibt vielfältige Alternativen!
    „Vorfahrt für die Schöpfung“ eine Broschüre ACK in Baden-Württemberg, zeigt viele Praxisbeispiele und gibt Anregungen.
    Bestelladresse: http://www.ack-bw.de/html/content/publikationen179.html
  • Erfordert es Mut, eine neue Antriebsart beim PKW auszuprobieren?
    Mit Strom aus erneuerbaren Quellen mobil zu sein, schont die Ressourcen, mach Spaß und verleitet zu einer bewussteren Nutzung.
    „elektrisch mobil“ ein Projekt der Erzdiözese Freiburg. Der Link zum Projekt: ebfr.de/elektrisch-mobil
  • Kann man Auto fasten? Man kann auf jeden Fall die geprägte Zeit nutzen, um Alternativen auszuprobieren.
    Die Aktion „Autofasten“ regt an (verhilft zur geistigen Mobilität …): http://www.autofasten.de

Weiter gefragt:

  • Welches Auto hätten Sie denn gern? Wenn schon dann so!
    Der VCD, ein Verkehrsclub für alle Verkehrsteilnehmer, veröffentlicht jährlich die Auto-Umweltliste: http://www.vcd.org/auto-umweltliste.html
  • Ist man auch in und für Kirchengemeinden mobil? Klar!
    Unsere evangelischen Kollegen haben eine eigene Kampagne dazu gestartet: http://www.ekd.de/agu/mobilitaet